Laura Paunovic bei der Abwehr, Foto Stefan Emch

Ein Bericht von Joey Huang

Endlich wieder vollzählig und nur noch bis zu einem bestimmten Grad ein Lazarett in der Offensive starteten wir in die vierte Meisterschaftsrunde. Im ersten Spiel trafen wir auf Diepoldsau. Trotz der Favoritenrolle der Gegnerinnen traten wir von Beginn an konzentriert und mutig auf. Der Start gelang uns ziemlich gut. Mit einer starken Teamleistung, viel Druck im Angriff und einer sehr stabilen Defensive konnten wir die ersten beiden Sätze für und entscheiden (12:10, 11:9). Danach fand aber Diepoldsau besser ins Spiel. Uns gelang kein sauberer Aufbau mehr und wir mussten diesen Satz klar abgeben (3:11). Der vierte Durchgang entwickelte sich zu einem echten Krimi. Obwohl wir uns mehrere Matchbälle erspielten, gelang es uns nicht, die Partie vorzeitig zu entscheiden. Diepoldsau schlug uns knapp mit 12:14. Trotz des verpassten Sieges im vierten Durchgang liessen wir uns nicht aus dem Konzept bringen. Im letzten Satz zeigten wir nochmals grossen Kampfgeist und blieben auch in den entscheidenden Momenten ruhig und konstant. Nach einem intensiven und umkämpften Spiel konnten wir schliesslich unseren Matchball verwerten und uns den verdienten Sieg sichern (13:11).

Nach dem Erfolg gegen Diepoldsau wollten wir den Schwung mit ins zweite Spiel gegen Jona nehmen. Trotz der positiven Stimmung aus dem ersten Spiel gelang es uns nicht, an die zuvor gezeigte Leistung anzuknüpfen. Auch die Müdigkeit vom letzten Match zeigte sich langsam. Jona setzte uns von Beginn an mit präzisen Bällen unter Druck. Wir fanden nur schwer zu unserem Rhythmus und mussten den ersten Satz deutlich abgeben (4:11). Auch im zweiten Abschnitt schafften wir es nicht, die nötige Konstanz in unser Spiel zu bringen. Zwar konnten wir einzelne schöne Punkte erzielen und phasenweise besser mithalten, doch Jona blieb das dominierende Team (6:11). Im dritten Satz zeigten wir nochmals eine Reaktion, dennoch fehlte uns in den entscheidenden Situationen die Durchschlagskraft. So ging auch der dritte Durchgang an Jona (7:11).

Das Ziel war somit erreicht, dass wir mindestens einen Sieg holten. Mit dem überraschenden Sieg gegen Diepoldsau und den daraus gewonnenen zwei Punkten konnten wir vieles mitnehmen. Die fast durchgehende Konstanz im ersten Spiel ist ein Fortschritt. Darauf wollen wir in den kommenden Runden aufbauen.