Nach der geglückten Premiere der diesjährigen Schweizermeisterschaft in heimischen Unterrohr, wo die Lions nichts anbrennen liessen und mit 5 Siegen klarer Gruppensieger wurden, ging die Reise ins baslerische Lausen.
Da der Sommer an diesem Sonntag mit seinen Temperaturen nicht geizig sein würde, besprachen wir unsere Taktik bereits auf der Anreise. Erstes Ziel, und wohl auch das schwierigste, dass die Kids zwischen den Spielen an die kurze Leine genommen werden mussten, damit sie sich erholen konnten und nicht allzu sehr der Sonne ausgesetzt waren. Zweitens wollten wir nicht mit allzu viel Power die Spiele angehen und ruhig mit unserem technisch versiertem Spiel auf die Fehler der Gegner warten. In unserer Gruppe waren: Jona, Zizers und Schwarzach.
Als erstes hatten wir es mit Jona zu tun, das uns in der Zonenmeisterschaft die einzige Niederlage zugefügt hatte. Unsere Löwen setzten unsere Taktik hervorragend um, Jona hatte nie wirklich eine Chance. 2:0 (11:5, 11:7) für die Lions und somit war der Anfang geglückt. Nächster Gegner war Schwarzach aus dem Vorarlberg. Von der 1. Runde in Schlieren wusste ich: ein sehr starkes Team mit zwei überragenden Mädchen. Geduldig begannen wir auch diesmal, doch Mona und Franzi in der gegnerischen Mannschaft brachten unsere Bälle postwendend jeweils zurück. Schlussendlich hatten wir im ersten Satz das bessere Ende für uns. Weniger ausgeglichen verlief der zweite Satz. Diesmal zogen wir den Kürzeren mit 4:11. Im Entscheidungssatz starteten die Lions wie so oft katastrophal und lagen schnell mit 1:6 in Rücklage. Unsere Chancen diesen Satz noch zu wenden, begrub ich endgültig beim Stande von 4:8. Doch die Löwen wurden wieder einmal ihrem Namen gerecht. Wie vom Blitz getroffen kämpften sie sich Ball für Ball heran. Mit sagenhaft 7 Punkte in Serie zerfleischten sie die österreichische Mannschaft wie ein Wienerschnitzel und wendeten in fast aussichstloser Lage den Satz zum 11:8. Zizers, war wie schon in der Vorrunde, eine sichere Beute. Die Löwen gewannen 2:0 (11:7, 12:10)
Nun war der Gruppensieg perfekt und die Lions im Halbfinal, wo Dozwil vom Bodensee auf uns wartete. Wiederum war unsere Taktik mit sicheren Abnahmen und dosiertem Angriffspiel auf die Fehler der Gegner zu warten. Doch Dozwil erwies sich als harter Widersacher und die Lions bissen lange auf Granit bis der Finaleizug mit einem 2:0 Satz Sieg (11:9, 11:6) perfekt war. Super Leistung bei diesen hochsommerlichen Temperaturen und der 9. Sieg in Folge.

U10 Lions SM
Nur Riwi konnte noch der Spielverderber werden, auch sie spatzierten ungeschlagen durch die CH-Meisterschaft. Nur sie konnten noch verhindern, dass ich den Weg von Lausen nach Schlieren zu Fuss zurück legen musste. Ein spannender erster Satz entschieden die Lions mit 11:9 zu ihren Gunsten und mein Traum vom Meistertitel wurde immer greifbarer. Doch Riwi holte mich im 2.Satz in die Realität zurück mit 3:11 bewerkstelligten sie den Satzausgleich. Was sich bereits im 2. Abschnitt abgezeichnet hatte, setzte sich im Entscheidungssatz fort. Zu viele Eigenfehler und ein druckloser Angriff bestimmte das Spiel der Löwen. Die Lions müde und mit stumpfen Krallen konnten Riwi nicht mehr unter Druck setzten. Mit 7:11 setzte sich Riwi schlussendlich durch und feierte ausgiebig den Meistertitel.
Natürlich flossen bei uns die Tränen, natürlich waren wir zu Tode betrübt und natürlich waren wir bitter enttäuscht, so kurz vor dem grossen Ziel gestoppt worden zu sein.

Doch hei!! Wir Lions sind die zweitbeste U10 Mannschaft der Schweiz und darauf können wir stolz sein!

Wer sind eigentlich wir:
Wir, das sind Melissa und Manuel Maros, Lorena Cassarino, Lana Paunovic, Dukgyal Gaylpo und Raffael Künzle.
Wir, das sind Andri, Lea, Freddy, Roberta und meine Wenigkeit, die jahrelang Woche für Woche den Kindern den Faustballsport näher bringen und diesen Erfolg möglich gemacht haben.
Wir, das ist Marcel Kunz, der die Lions souverän durch die Zonenmeisterschaft gecoacht hatte.
Wir, das ist auch unser Juniorenchef Andi Dietiker, der unsere Interessen im Vorstand und in der Zone vertritt.
Wir, das sind auch unsere Mamis und Papis, die stets loyal hinter unseren Entscheidungen stehen und uns tatkräftig unterstützen.

Allne no einisch es grosses Dankeschön, es esch e super geili Saison gsi.