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Nach einer mehrwöchigen Pause trafen wir uns am 28.08 in Elgg. Bei unserem Ankommen war das Wetter noch ganz ok, doch das änderte sich von Minute zu Minute und als wir dann mit unserem ersten Spiel anfingen, kam auch schon der Regen. Unser Ziel war klar, die Silbermedaille zu holen und so auch nächste Saison wieder 3 Heimrunden zu spielen. Für dieses Ziel brauchte es dringend 2 Siege, damit uns das punktegleiche Elgg nicht noch überholt.

Unser erster Gegner war Jona 2. Aus dem Hinspiel wussten wir, dass es kein selbst Läufer wird und sich alle voll fokussieren müssen. Wir kamen gut ins Spiel und kamen auch besser mit dem Wetter klar. Wenig Eigenfehler und ein Paar schöne Angriffe reichten schon um den Satz mit 11:5 für uns zu entscheiden. Im zweiten Abschnitt half Jona nicht mehr mit ihren Eigenfehler mit und schon wurde es wieder knapp. Schlussendlich brachten wir auch diesen Durchgang ins trockene. Im letzten Satz konnte jeder Spieler sein Niveau nochmals ein wenig erhöhen und wir spielten wieder Faustball. Mit schönen Aktionen holten wir uns den letzten Abschnitt mit 11:7 und somit das Spiel mit 3:0.
FBS Schlieren 1 mit Silbermedaille Feld 2021
Das zweite Spiel ist schnell erzählt. Durch die Niederlage von Elgg, hatten wir uns den zweiten Platz schon gesichert, egal was wir im letzten Spiel für ein Resultat erspielten. Wir wollten aber ganz klar nochmals einen Sieg. Wir spielten leider nicht mehr wie eine Sieger Mannschaft, doch unsere Leistung reichte trotzdem für einen ungefährdeten 3:0 Siege gegen Dozwil. Der Hauptunterschied war klar, dass wir praktisch keine Fehler machten und Dozwil seinerseits doch einige. Wir spielten auf allen Positionen passabel und das reichte.

Rückblickend auf die Saison spielten wir ganz ok. Die Trainings waren nicht so intensiv wie im Jahr davor und das machte sicher den Unterschied. Mit 4 Niederlagen über die ganze Saison kann man nicht Meister werden. Trotzdem sind wir zufrieden mit der gewonnenen Silbermedaille. Wir danken allen Zuschauer welche an unseren Spielen dabei waren und uns immer unterstützten. Nächsten Sommer werden wir wieder angreifen. Unser Ziel: der Aufstieg.

TSV Jona Faustball 2 - Faustball STV Schlieren 0:3 (5:11, 9:11, 7:11)
Faustball STV Schlieren - STV Dozwil 3:0 (11:7, 11:5, 11:8)

Für FBS Schlieren spielten: Fabio Fritschi, Andrea Fritschi, Swen Aebersold, Christian Steuer, Dario Springer, Manuel Vogel. Coach: Marcel Kunz. Abwesend: Michael Munjekovic, verletzt: Severin Holzer

Ein Bericht aus dem Limmattaler Tagblatt vom 25.07.201

Vize-Weltmeister Österreich war zu stark für die Schweizer Faustball-Nati. Die Gastgeber unterlagen bei ihrem Auftritt in Schlieren mit 0:4.

Die dunklen Wolken hingen bedrohlich über dem Sportplatz Unterrohr. Es drohte Ungemach von oben. Ausgerechnet zu jenem Zeitpunkt, als die Schweizer Faustball Nationalmannschaft ihr Testspiel gegen Vize-Weltmeister Österreich hätte austragen sollen. Die ersten Tropfen fielen, als die Kids ihr Schnuppertraining unter Anleitung der Nationalspieler aus Österreich und der Schweiz absolvierten.
Doch Petrus zeigte sich einsichtig mit den Schlieremer Faustball-Fans. Pünktlich zum Spielbeginn liess sich die Sonne blicken, und die Regenwolken verzogen sich. Auf dem noch immer leicht feuchten Rasen entwickelte sich in der Folge ein Faustballspiel, das geprägt war von starken Serviceschlägen.
Auf der Seite der Schweizer überzeugte Tim Egolf mit variablem Spiel, bei den Österreichern war es Routinier Jean Andreoli. Der gebürtige Brasilianer, der die Österreicher als Captain anführte, machte den Schweizer Hinterleuten das Leben schwer. Genauso wie später sein Ersatz Karl Mühlehner.

In der Abwehr nicht auf Augenhöhe
Auch die Wechsel, die der Schweizer Nationaltrainer Oliver Lang im Lauf der Partie vorgenommen hatte, konnten daran nichts ändern. So waren es die Gäste aus Österreich, welche die ersten drei Sätze jeweils mit 11:8 für sich entscheiden konnten.
Faustball Länderspiel Schweiz Österreich 2021
Foto: Mario Cibien

Erst in Durchgang Nummer vier konnten die Schweizer erstmals in Führung gehen. Dieses erfreuliche Zwischenresultat war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Österreicher zeigten sich abgebrüht und sicherten sich auch den vierten Durchgang mit 12:10.
Damit endete die Partie vor den gut 300 Zuschauern auf dem Sportplatz Unterrohr etwas früher als erhofft. «Wir haben es leider nicht geschafft, in der Defensive mit den Österreichern auf Augenhöhe zu spielen», bilanzierte der Schweizer Nationaltrainer Oliver Lang. «Dennoch war es für uns ein tolles Weekend in Schlieren.» Und: «So komisch das nach der klaren Niederlage klingen mag – wir konnten einen Schritt vorwärtsmachen.» Allerdings liege noch viel Arbeit vor ihnen.

Lob und ein Geschenk aus Österreich
Zufrieden zeigte sich der österreichische Cheftrainer Martin Weiss. Er liess es sich nicht nehmen, im Platzinterview nach dem Spiel den Präsident des STV Schlieren, Daniel Laubi, aufs Spielfeld zu holen und ihm persönlich zu danken. Weiss lobte:
«Ihr habt uns alle Wünsche erfüllt. Hut ab für die tolle Organisation. Auch das Kids-Training am Nachmittag war eine tolle Sache.»
Er schenkte Laubi einen signierten Wimpel des österreichischen Nationalteams. «Fürs Klubhaus», wie Weiss sagte. «Vielleicht findet ihr in eurer Sammlung dafür einen besonderen Platz.»

Feuerwerk zum Abschluss
Das könnte durchaus sein, denn das Länderspiel vom Samstagabend war für die Schlieremer etwas Besonderes. Erst zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte gastierte die Schweizer Männer Nationalmannschaft in Schlieren. Die Premiere fand letzten Sommer statt, als sich die Schweizer Männer mit dem Team aus Deutschland gemessen hatten.
«Ich bin sehr zufrieden mit dem Event. Wir hatten Glück mit dem Wetter, und auch die Resonanz war gut. Toll, dass trotz der Sommerferien so viele Leute gekommen sind, auch wenn wir uns natürlich ein etwas ausgeglicheneres Spiel gewünscht hätten», sagte Laubi nach dem Länderspiel.
Davon liessen sich die Schlieremer die Faustballparty jedoch nicht vermiesen, sondern liessen im Verlauf des Abends mit einem grossen Feuerwerk ein weiteres Highlight folgen.

Ein Bericht aus dem Limmattaler Tagblatt vom 23.07.2021

Zum zweiten Mal in der Geschichte des STV Schlieren gastiert die Faustball-Nati auf dem Sportplatz Unterrohr. Sie misst sich am Samstag ab 19 Uhr mit Vize-Weltmeister Österreich.

Im letzten Jahr ist der STV Schlieren notfallmässig eingesprungen. Als das geplante Faustball-Länderspiel zwischen der Schweiz und Deutschland im aargauischen Oberentfelden wegen den angepassten Coronamassnahmen nicht mehr durchgeführt werden konnte, übernahmen die Schlieremer kurzerhand den Event. Innert weniger Tage haben sie ein tolles Faustballfest auf die Beine gestellt. Und sind dabei so richtig auf den Geschmack gekommen.
Nach der Premiere der Schweizer Faustball Nationalmannschaft auf dem Schlieremer Faustballrasen war für Vereinspräsident Daniel Laubi klar: «Das wollen wir wiederholen.» Daher platzierte der Verein bereits im letzten Jahr beim nationalen Verband Swiss Faustball die Anfrage, ob er ein Drei-Länder-Turnier mit Deutschland, Österreich und der Schweiz organisieren dürfe – der europäischen Crème de la Crème des Faustballsports. Swiss Faustball gab grünes Licht und die Schlieremer begannen zu wirbeln.

Viel Lob vom Nationaltrainer
Zu einem Drei-Länder-Turnier kommt es zwar nicht – die deutsche Nationalmannschaft ist an diesem Termin verhindert – aber die Österreicher waren sofort dabei. Und auch die Schweizer zögerten keine Sekunde. «Schlieren ist ein absoluter Ausnahmeorganisator. Sie haben extrem viele Helfer, die mit sehr viel Enthusiasmus dabei sind und auf ihrer Wiese kommt eine richtige Stadionatmosphäre auf», sagt der Schweizer Nationaltrainer Oliver Lang und lobt die Schlieremer als einen der innovativsten Faustballvereine der Schweiz: «Sie haben es daher absolut verdient, dass wir nach letztem Jahr bereits wieder für ein Länderspiel nach Schlieren kommen.»
Das freut Vereinspräsident Daniel Laubi. «Ich finde es ‹obergeil›, dass es mit dem Länderspiel geklappt hat. Das ist Faustball auf einem sensationellen Niveau, das wir hier in Schlieren sonst nicht zu sehen bekommen», so Laubi. Diese Chance will der Verein nutzen. Darum haben sie gleich ein zweitägiges Programm zusammengestellt und nicht nur ein Länderspiel am Samstagabend.
Raphael Schlattinger 2
Bereits heute Freitagabend kommen die Faustballfans auf ihre Kosten. Dann nämlich findet ein Abendturnier mit sieben Mannschaften statt. Vize-Weltmeister Österreich stellt dabei zwei Teams und auch die Schweizer Nationalmannschaft wird mit zwei Equipen auflaufen. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld unter anderem mit der Schlieremer NLB-Mannschaft. Gespielt wird ab 18 Uhr. Zuschauer sind willkommen.

Auch ein Schnuppertraining mit Nati-Spielern steht an
Morgen Samstag findet ab 16 Uhr ein Schnuppertraining für den Faustball-Nachwuchs statt und zwar unter Anleitung einiger Natispieler. Um 19 Uhr folgt dann der grosse Höhepunkt mit dem Aufeinandertreffen der beiden Weltklasse-Faustball-Nationalteams Schweiz und Österreich.
«Mit dieser Veranstaltung wollen wir es schaffen, dass wir innerhalb von Schlieren und in der näheren Umgebung besser wahrgenommen werden. Ich glaube, das kann uns gelingen, denn aktuell lechzen die Leute nach Veranstaltungen», sagt Daniel Laubi. Dass er mit seiner Vermutung recht haben könnte, zeigen die bisherigen Rückmeldungen auf das Faustball-Highlight vom Samstag. «Es haben sich mehrere umliegende Turnvereine und Männerriegen angekündigt, auch eine Delegation des FC Schlieren und rund 25 Sponsoren des Vereins sind mit dabei. Wir rechnen insgesamt mit 400 bis 500 Zuschauern, wenn das Wetter mitspielt.»

Ein Bericht aus dem Limmattaler Tagblatt vom 17.07.2021

Lana Paunovic hat es ins Kader des Schweizer U18-Nationalteams geschafft. An der WM, die Ende Juli startet, will sie Grosses erreichen. Und sie hofft auf einen Einsatz gegen den amtierenden Weltmeister Deutschland.

Die Sonne scheint warm vom Himmel, doch der Boden auf dem Sportplatz Unterrohr ist noch vollgesogen mit Wasser. «Der Ball springt nicht gut hoch, wenn es so nass ist», sagt Lana Paunovic. Dabei wäre es wichtig, dass sie nochmals Gas geben könnte. Denn für die Faustballerin ist es das letzte Mannschaftstraining mit dem STV Schlieren, bevor sie mit dem U18-Nationalteam an die Weltmeisterschaften nach Grieskirchen fährt. Diese gehen vom 29. Juli bis zum 1. August über die Bühne.
Allmählich kommt bei der Schlieremer Drittsek-Schülerin beim Gedanken an den Megaanlass in der Nähe von Linz Nervosität auf. «Ich bin die Einzige, die es aus dem Schlieremer Team ins WM-Kader geschafft hat», sagt sie. Es sei nicht selbstverständlich, dass sie es so weit gebracht habe, denn sie gehöre mit ihren knapp 16 Jahren zu den Jüngsten.
Lana Paunovic U18w
Grosse Ziele: Lana Paunovic aus Schlieren nimmt an der Faustball-WM für unter 18-Jährige in Österreich teil. Foto Severin Bigler

Paunovic ist Nationaltrainer Daniel Gübeli im Trainingslager durch ihr Talent und ihren Ehrgeiz aufgefallen. «Der STV hat bei Lana überdies gute sportliche Grundarbeit geleistet», sagt Gübeli. Deshalb habe er sie für die WM aufgeboten. Um weiterzukommen, müsse Lana nun an ihrer Kondition und Kraft arbeiten.
Schlieren ist eine Faustball-Hochburg. «Schlieren hat eine der grössten Jugendabteilungen in der Schweiz», sagt Gübeli. Lanas Coach Andri Kaiser trainiert zurzeit rund 60 jugendliche Spielerinnen und Spieler. Dennoch ist Faustball aber noch immer eine Randsportart. Das merkt auch Paunovic oft. «Viele dachten erst, ich spiele Fussball», sagt sie.

Die Mutter springt als Trainerin ein
Paunovic geht leicht in die Knie und schaut konzentriert hinüber ins gegnerische Spielfeld. Sie steht auf der linken Seite, direkt am Netz. Paunovic ist Schlägerin. «Macht jetzt mal einen schönen Wurf für Lana», ruft einer der Spieler auf dem Feld. Paunovic holt aus und trifft mit der Faust auf den Ball. Dieser fliegt in hohem Tempo ins gegnerische Spielfeld. Um sich vor den harten Bällen zu schützen, trägt Paunovic wie die meisten Faustballer ein langärmliges Shirt. Da nur wenige Mädchen da sind, kommt es häufig vor, dass Paunovic in einer gemischten Gruppe trainiert. Auch dass ihre Mutter an der Seitenlinie auftaucht und die Spieler einteilt, ist keine Seltenheit. Kornelija Bogadi Paunovic sagt: «Wir haben zu wenige Trainer im Moment, deshalb springen auch Freiwillige ein.»
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Lange Ärmel trotz strahlendem Sonnenschein: Lana trägt wie die meisten Faustballerinnen langärmlige Kleidung, um sich vor dem Aufschlag des harten Balls zu schützen. Foto Severin Bigler

Als Lana Paunovic im Alter von sechs Jahren angefangen hat, zu spielen, begeisterte sie auch ihre zwei Schwestern sowie die Eltern für die Sportart. Mittlerweile ist die ganze Familie auf und neben dem Spielfeld anzutreffen. Für Paunovic ist Faustball seit zehn Jahren fester Bestandteil ihres Lebens. Das solle auch mit der anstehenden Lehre als Hochbauzeichnerin so bleiben. Sie wolle unbedingt ins Nationalliga-A-Team, sagt die Juniorin. Faustball habe sie selbstbewusster gemacht. «Als ich begann, habe ich mich kaum getraut, von der Bank aufzustehen und mitzuspielen», sagt sie. Armin Schmid, ihr erster Trainer, habe ihr Talent aber entdeckt und sie gefördert.
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Sie holt aus und zielt... Foto Severin Bigler

Plauschturniere mit Essen aus verschiedenen Ländern
Durch den Sport habe sie nebst Selbstbewusstsein auch viele Freunde gefunden. «Das ist das Gute am Faustball in Schlieren. Wir machen viele Sachen gemeinsam», sagt Paunovic. So gebe es oft Plauschturniere, nach deren Ende man gemeinsam esse. «Da bringt jeder Essen aus seinem Herkunftsland mit.» Ein starker Zusammenhalt ist auch auf dem Feld wichtig. Das Zusammenspiel sei die grösste Herausforderung, sagt Paunovic.
Eine grosse Herausforderung wird auch das Spiel gegen Titelverteidiger Deutschland. Paunovic hatte schon einmal die Gelegenheit, gegen die Deutschen anzutreten. Damals siegte das Schweizer Team 3:0. «Der Regen war das grösste Hindernis für die Deutschen», sagt sie. So bereitet sie sich nun auf dem nassen Rasen vor, damit sie an der WM, bei der die Schweizer Juniorinnen auch gegen Österreich antreten werden, nicht ebenfalls von der Witterung überrascht wird. Denn für die WM hat sich Paunovic hohe Ziele gesteckt: «Ich möchte eine Medaille nach Hause bringen», sagt sie. Auch Nationaltrainer Gübeli hält dies für möglich. Er sagt: «Ich denke, unsere Juniorinnen könnten gar den ersten oder zweiten Platz erreichen.»
Ob Paunovic jedoch zum Einsatz kommen wird, wird sich noch zeigen. Noch steht sie nicht in der Startaufstellung. Ihre sportliche Zukunft ist aber so oder so vielversprechend. «Wenn Lana so weitermacht, spielt sie in zwei Jahren auf Topniveau», sagt Gübeli. Dann habe sie noch manche Europa- und Weltmeisterschaft vor sich.
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...dann springt sie und schlägt den Ball mit der Faust über das Netz. Foto Severin Bigler

Ein Bericht aus dem Limmattaler Tagblatt vom 11.07.2021

In der NLB-Heimrunde lief nichts wie geplant – die Limmattaler verloren beide Spitzenspiele und haben kaum mehr Aufstiegschancen.

Der Plan der Schlieremer NLB-Faustballer sah am vergangenen Samstag folgendermassen aus: Mit einem Sieg gegen den zwei Punkte vor ihnen klassierten STV Affeltrangen, den Leader der Ostgruppe, wollten sie die Tabellenspitze übernehmen. Und dann in den verbleibenden beiden Partien in der Schlussrunde Ende August die Thurgauer auf Distanz halten und sich damit für die NLA-Aufstiegsrunde qualifizieren.
Vor dem Spitzenkampf mussten die Schlieremer indes noch gegen den Tabellendritten Elgg-Ettenhausen II ran. Eine aus verschiedenen Gründen machbare Aufgabe. Zum einen wiesen die Thurgauer in der Tabelle sechs Punkte Rückstand auf Leader Affeltrangen auf, zum anderen sind sie nicht aufstiegsberechtigt – die 1. Mannschaft spielt in der NLA – und drittens haben die Schlieremer die Partie in der Hinrunde mit 3:0 gewonnen. Alles klar also?

Der 0:2-Satzrückstand als zu grosse Hypothek
«Die Jungs dürfen nicht nur die zweite Partie gegen Affeltrangen im Kopf haben. Wir müssen erst die Aufgabe gegen Elgg erledigen», meinte Schlieren-Coach Marcel Kunz Minuten vor dem Anspiel in der Sommerhitze. Nun denn, die Aufgabe gegen Elgg-Affeltrangen II erledigten die Schlieremer in keiner Art und Weise zufriedenstellend.
Sie lagen nach zwei Sätzen mit 0:2 hinten, glichen mit einem Zwischenspurt zum 2:2 aus und verloren am Schluss doch noch mit 2:3. «Wir kamen nie in den idealen Rhythmus. Unser Gegner konnte unbeschwert aufspielen, wir jedoch mussten gewinnen», resümierte Kunz nach dem Abpfiff. Den Vorwurf an seine Mannschaft, gedanklich nur beim Spiel gegen Affeltrangen gewesen zu sein, liess er nur bedingt gelten. «Es war in meinen Augen nicht alles schlecht. Aber halt zu wenig wirklich gut.» Klare Worte fand Klubpräsident Daniel Laubi, der sich die Partie im Schatten anschaute:
«Die Spieler standen in den ersten beiden Sätzen total neben den Schuhen.»
Swen Aebersold bei der Niederlage gegen Elgg Ettenhausen II Feld 2021
Emotionaler Moment: Swen Aebersold bei der Niederlage gegen Elgg-Ettenhausen II / Foto Ruedi Burkart

Trotz der 2:3-Pleite wurde Schlierens Partie gegen Affeltrangen doch noch zum grossen Spiel um die Vorherrschaft in der Ostgruppe. Weil Elgg auch gegen den Leader überraschte und mit 3:1 gewann, hätte Schlieren mit einem Sieg punktemässig zu Affeltrangen aufschliessen können. Doch die Limmattaler spielten erneut sehr inkonstant und verloren auch ihre zweite Partie des Tages mit 1:3. Konsequenz: Vor den abschliessenden beiden Meisterschaftsrunden führt Affeltrangen mit 24 Zählern aus 14 Partien vorentscheidend vier Punkte vor Schlieren und Elgg-Ettenhausen II.

Ob Marcel Kunz Coach bleibt, ist noch offen
«Abschliessend darf man sagen, dass wir gute Phasen hatten. Aber das reichte heute nicht für Punkte. Schade, aber jetzt wollen wir versuchen, mindestens den zweiten Rang zu halten», resümierte Schlieren-Coach Kunz am späten Samstagabend. Mit anderen Worten: Heuer spielen die Limmattaler mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht um den Aufstieg in die Nationalliga A.
Mit wem an der Seitenlinie sie im Sommer 2022 erneut Anlauf Richtung Gruppensieg nehmen, ist noch offen. Der 58-jährige Marcel Kunz liess am Samstag durchblicken, dass er nicht abgeneigt ist, noch einmal eine Feldsaison in Schlierens 2.-Liga-Truppe zu spielen.

Ein Bericht aus dem Limmattaler Tagblatt vom 07.07..2021

Schlierens NLB-Faustballer können am kommenden Samstag auf der heimischen Unterrohr-Anlage einen grossen Schritt Richtung Aufstiegsspiele machen.

3:0-Sieg gegen Widnau II, 3:0-Sieg gegen Wigoltingen II und Rang 2 in der Tabelle der NLB-Ostgruppe, zwei Punkte hinter Leader Affeltrangen. Der Betriebsausflug der Schlieremer NLB-Faustballer ins thurgauische Wigoltingen hat sich gelohnt, die budgetierten vier Punkte sind gegen die beiden schwächsten Teams der Gruppe souverän eingefahren worden. «Die Jungs sind konzentriert aufgetreten und haben zwei gute Spiele gezeigt», bilanzierte Chefcoach Marcel Kunz nach der Rückkehr ins Limmattal. Positiv auch: Mitte-Angreifer Swen Aebersold konnte trotz anhaltender Knieprobleme mittun. «Ich musste ihn alle sechs Sätze durchspielen lassen», so Kunz, «sonst wäre es vielleicht noch eng geworden.»
Denn Selbstläufer waren die beiden Partien trotz der klaren Resultate keineswegs. Gegen den Tabellenvorletzten Widnau II bezogen die Limmattaler eine Woche zuvor regelrecht Prügel und verloren zum Entsetzen vieler Beteiligter mit 2:3. Diesmal klappte es besser. Und bei Wigoltingen II nahm Nationalspieler Ueli Rebsamen nach langer verletzungsbedingter Pause sein Comeback im Angriff. «Das war eine spezielle Herausforderung, gegen einen solchen Klassespieler anzutreten. Aber wir standen in der Defensive sehr gut. Und darum haben wir keinen Satz abgeben müssen», zollte Kunz seinen Akteuren Respekt.

Noch vier Spiele, dann wird abgerechnet
Vier Partien sind in der NLB-Qualifikation noch zu absolvieren. Die ersten beiden am kommenden Samstag, 10. Juli, die restlichen nach einer sage und schreibe sieben Wochen langen Sommerpause. Wer nach der 16 Runden umfassenden Meisterschaft auf Rang 1 steht, darf im September um den Aufstieg in die Nationalliga A spielen.
Haut rein Jungs Feld 2021
«Haut rein, Jungs!» – Andrea Fritschi, Swen Aebersold und Severin Holzer wollen am Samstag mit ihrem Teamkameraden die Tabellenspitze erobern.
Foto Ruedi Burkhart

Der Modus präsentiert sich dieses Jahr äusserst verheissungsvoll für die B-Ligisten. Die beiden Sieger der Ost- respektive der Westgruppe duellieren sich in einer Einfachrunde mit dem Zweitletzten der NLA (aktuell Rickenbach-Wilen). Weil der NLA-Letzte (aktuell Walzenhausen) direkt absteigt, geht es in der Dreierpoule um zwei Plätze in der NLA. «So weit denken wir noch nicht», hält Schlieren-Coach Kunz den Ball bewusst tief, «wir müssen jetzt schauen, dass wir in der Tabelle noch an Leader Affeltrangen vorbeikommen.»

Die Möglichkeit dazu bietet sich am kommenden Samstag, 10. Juli, auf der heimischen Anlage hinter der Schlieremer Unterrohrhalle. Der Spielplan will es, dass sich die Top 3 der NLB-Ostgruppe ab 14 Uhr vor Ort um die Vorherrschaft duellieren. Die Affiche könnte nicht spannender sein. Schlieren, momentan auf Rang 2, spielt gegen den Tabellendritten Elgg-Ettenhausen II und Leader Affeltrangen, zwischen diesen beiden Begegnungen messen sich Elgg-Ettenhausen II und Affeltrangen. Klar scheint: So, wie sich die Tabellenspitze nach dem kommenden Samstag präsentiert, so wird sie auch nach den beiden abschliessenden Partien am 28. August aussehen.
Gross rechnen will Schlieren-Coach Kunz nicht, auch wenn die Anzahl gewonnener Sätze momentan für Schlieren und gegen Leader Affeltrangen spricht:
«Die Sache ist eigentlich klar: Wenn wir am Samstag beide Partien gewinnen, stehen wir auf Rang 1. Und dort wollen wir dann auch am Ende der Saison sein.»

Viel mehr gibt es da nicht zu sagen.

Berichte

Die komplette Liste aller Spielberichte findet ihr unter "Spielberichte".

Laufend Spielerinnen und Spieler gesucht

Es werden laufend Spielerinnen und Spieler für unsere Mannschaften in allen Ligen gesucht: Nati A, Nati B, 1. – 5. Liga und Jugend. Ehemalige Faustballer- oder Volleyballer-/innen, Anfänger oder auch solche die mal eine andere Sportart schnuppern wollen, sind herzlich willkommen. Wir bieten tolle Bedingungen wie Kameradschaft, Trainingslager, Meisterschaften, Turniere, Grillfeste, eigenen Clubraum mit Wirtschaft und Multimedia Center, Plauschturniere usw. Probetraining gefällig? Wir würden uns freuen Dich kennenzulernen! Unsere Trainingszeiten und -orte findest Du hier. Auf Deine Kontaktaufnahme freut sich Daniel Laubi: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Mobile 076 349 45 85 oder privat 044 730 49 25 oder der entsprechende Ressortleiter.