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Während den letzten Sonntagen am 26. August und 2. September fanden im heimischen Unterrohr die Jugend Schweizermeisterschaften der Kategorien U10 und U12 statt. Die U12 Lions wurden schon lange vor den Sommerferien daran erinnert, wie wichtig die letzten Trainingswochen vor dem wichtigen Turnier werden.
Wir fanden mit Roger Erni, Geschäftsführer der Sportmentalakademie, einen super Mentaltrainer, der während drei Lektionen mit uns arbeitete. So konnten wir uns direkt nach den Sommerferien optimal auf dieses Grossevent vorbereiten.

In der Vorrunde am 26. August ging schon sehr vieles für die Limmattaler Löwen auf. Aus fünf Spielen konnten fünf Siege gefeiert werden und Schlieren wurde so Gruppenerster.
Aus den zwei 6er Gruppen der Vorrunde wurden so drei 4er Gruppen in denen zuerst Gruppenspiele, dann KO Spiele stattfanden.

Die Zwischenrunde und Platzierungsspiele am 2. September waren für Schlieren kein Zuckerschlecken. Die Erstbegegnung gegen den Angstgegner Dozwil drehte sich nach gewonnenem erstem Durchgang schnell und Dozwil gewann mit 2:1 Sätzen. Die Schlieremer Kids mussten nun Gas geben, um in den vorderen Rängen mitmischen zu können.
Das taten sie auch. Die starken Jungs aus Jona konnten in zwei Sätzen mit 11:4 und 11:9 besiegt werden. Lorena Cassarino machte im zweiten Durchgang gegen Jona den Unterschied aus und brachte saubere Zuspiele, die verwertet werden konnten.

Doch da war noch dieses letzte, alles entscheidende Gruppenspiel gegen die starken Techniker aus Rickenbach-Wilen. Nach nervösem Start in den ersten Minuten, brachten die Lions den ersten Satz mit 11:8 ins trockene. Dann lief der Motor bei Schlieren rund und der zweite Satz konnte dank einer starken Angriffsserie klar mit 11:1 gewonnen werden.
So konnten wir uns über einen knappen Gruppensieg freuen und durften direkt ins Halbfinale einziehen, während zwei weitere Teams noch ein Viertelfinale bestreiten mussten.

Das Halbfinale stand gegen Affeltrangen an. Die Spieler kämpften von Anfang an um jeden Ball. Der erste Satz ging verdient an Affeltrangen mit 9:11. Die Lions wussten jetzt, wenn wir uns in den nächsten beiden Durchgängen nicht steigern, dann wird nichts aus dem Finale. Der zweite Satz verlief ähnlich wie in der Anfangsphase. Lange Ballwechsel, geduldige Defensive und nicht allzu mutige Abschlüsse beider Teams. Jedoch erkämpfte sich Schlieren das Glück und gewannen somit den zweiten Satz mit 11:8.
Der finale Abschnitt war an Spannung kaum zu überbieten. Beide Teams wurden kreativer, schlugen die Bälle cleverer und lasen das Spiel des Gegners. Bis in die Verlängerung rangen die Mannschaften, in der Schlieren den längeren Atem bewies. Das Match endete mit 13:11 für Schlieren. Wir standen im Finale!

Das Finale gegen den Angstgegner Dozwil. Ich fragte die Mannschaft direkt nach dem verlorenen ersten Match ob sie dieses misslungene Spiel gerne wiederholen würden. Alle antworteten mit Ja. Jedoch wäre Dozwil kein Angstgegner, wenn da nicht bei allen leichte Panik ausbrechen würde vor der Partie. Bevor es zu Schnappatmungen kam, haben wir uns leicht warm gemacht, um die Müdigkeit der letzten Spiele weg zu bringen.
Es kamen immer mehr Zuschauer um die anstehende Partie mitzuverfolgen, bis das Feld von einer grossen Menge umringt war. Die Anspannung stieg und der Schiri pfiff an.
Schlieren konnte nach einem 4:4 Unentschieden einen Dreipunkte Vorsprung zu einem 7:4 erzielen. Danach war der Bann gebrochen und der erste Satz ging mit 11:7 an Schlieren.
Dozwil drehte stark auf im zweiten Satz und ging Anfangs mit 3:1 in Führung. Die Limmattaler kämpften sich zum 4:4 hoch, wobei Dozwil noch eine Schippe drauflegte und eine Punkteserie bis zum Satzball bei 7:10 startete. Jetzt feuerten die heimischen Zuschauer umso mehr die Lions an. Man kam sich vor wie in einem Fussballstadion. Die Schlieremer legten zu, punkteten und glichen zum 10:10 aus.
Die Fans jubelten. Noch zwei Bälle bis zum Schweizermeistertitel. Anspiel Dozwil: Leine. Matchball für die Lions! Schaffen wir den fünften Punkt in Serie?
Das zweite Anspiel der Dozwiler landete im Feld und es entstand ein langer Ballwechsel. Ein scharfer Ball wurde von Manuel Maros hinten rechts entschärft und landete kurz vor der 3 Meter Linie. Melissa Maros stellte den Ball kerzengerade in die Luft, wobei Lana Paunovic draufhämmerte. Es erwischte den Mittelmann von Dozwil der den Ball nicht unter Kontrolle bekam. Das Spiel war gewonnen.
Die Fans stürmten das Feld, Spieler und Trainer hatten Tränen in den Augen. Die Arbeit hatte sich ausgezahlt! Schlieren ist erstmaliger Schweizermeister im Nachwuchs!
Schlieren Lions U12 Schweizer Meister 2018
Fazit
Geduldiges Spiel und ab und zu Mut bewiesen. Das Potenzial wurde an diesem Tag voll ausgeschöpft. Trotz eines sehr starken Teilnehmerfeldes, bewahrten die Kids aus Schlieren einen kühlen Kopf und spielten ruhig weiter.
Die Abstimmung stimmte. Jeder Spieler wusste was er zu tun hatte und stellte seine Bedürfnisse hinter die der Mannschaft.
Starke Fortschritte bei den Zuspielen. Nur mit einem schönen Zuspiel werden Punkte aus dem Spiel erzielt. Das lernte das Team schnell und trainierte die hohen Zuspiele.

Doch es gibt noch viel zu tun. Mit einem stärkeren Schlag wären mehr direkte Punkte möglich gewesen und man hätte so lange Ballwechsel verkürzen können. Das liegt jetzt in unserer Aufgabe dies zusätzlich zu verbessern.

Das Erfolgsrezept: Man nehme sieben talentierte Kids, einen zielstrebigen Trainer, einen nicht leicht zufrieden zu stellenden Nachwuchsverantwortlichen und so viele unterstützende Eltern wie möglich. Einmal im Mischbecher umgerührt, entstehen die Schlieren Lions.

Das Team der Lions
Lana, the Captain. Die Respektsperson mit den cleveren Schlägen ist die klare Chefin auf dem Platz.
Dukgyal, sagt einfach Dubsi, der Kamikazemann. Sein Schlagablauf ist Bombe. Spektakel ist sein Ding.
Melissa, die Arbeiterin. Mit ihren Zuckerpässen aus der Mitte holt sie das Beste für ihre Abschlussleute heraus.
Manuel, der mit dem Ball tanzt. Er wurde praktisch mit dem Ball am Fuss und an der Faust geboren.
Lorena, der Edeljoker und Co Coach brachte jederzeit Stimmung, Positivität und Leistung auf das Feld.
Raffael, der Ruhepol. Sind alle gestresst bleibt Raffi easy. Mit seinem eisernen Ehrgeiz wird er in jedem Training besser.
Nikola, der Mutige. Egal wie das Zuspiel kommt, Nikola holt mit seinem Hammer den Punkt heraus.

Danke
Danke Andi Dietiker für die Stunden, die wir zusammen an Konzepten und Verbesserungen gearbeitet haben!
Danke liebe Eltern für eure Akzeptanz an überzogenen Trainingsstunden und Zurückhalten am Spielfeldrand!
Danke Roger Erni für deine tollen Tipps und Tricks! Wir konnten alle viel von dir lernen.
Danke allen Helfer an diesen beiden Sonntagen! Ihr wart der Hammer!

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